Viel Applaus für Bürgervorsteherin Monika Saggau bei Bad Segeberger Neujahrsempfang

Erste Neujahrsrede von Bürgervorsteherin Monika Saggau.

Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann im Gespräch mit dem Bad Segeberger Wehrführer Mark Zielinski.

Viel Applaus für Bürgervorsteherin Monika Saggau bei Bad Segeberger Neujahrsempfang

Bad Segeberg – Viel Applaus gab es für die erste Rede der neuen Bürgervorsteherin Monika Saggau beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Segeberg im bis auf den letzten Stehplatz besetzten Bürgersaal im Rathaus.

Zahlreiche CDU-Politiker nutzten am Sonnabend den traditionellen Start der Stadt Bad Segeberg ins neue Jahr für viele Gespräche und einen regen Informationsaustausch mit Bürgern, Vereinen und Wirtschaft. Die CDU war mit zahlreichen Mandatsträgern vertreten. Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann, die Landtagsabgeordneten Katja Rathje-Hoffmann und Ole-Christopher Plambeck, Wahlstedts Bürgermeister Matthias Bonse sowie Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause und Kreispräsident Claus Peter Dieck waren genau so dabei wie Ina Roth mit dem Vorstand des CDU Stadtverbandes und ihrem Ehemann, dem Kreistagsabgeordneten Luzian Roth sowie der CDU-Fraktionsvorsitzende Torben Fritsch mit den CDU Stadtvertretern und der KPV-Kreisvorsitzende Uwe Voss.

Mit der Ehrennadel der Stadt wurde die SPD-Stadtverordnete Kirsten Tödt ausgezeichnet, die seit 20 Jahren dabei ist. Ebenfalls mit der Ehrennadel wurde Karin Am Wege ausgezeichnet, die den Seniorenbeirat zu einem Gremium mit Gewicht und Durchsetzungsvermögen gemacht hat.

Robin Hamann wurde für seine sportlichen Leistungen geehrt. Der Ruderer strebt die Junioren-Weltmeisterschaft 2019 in Tokio an.

Mit Sander Voß an der Posaune und Frederic Wesche am Klavier (beide 12) begeisterten zudem zwei herausragende Schüler der Kreismusikschule die Gäste.

Rede der Bürgervorsteherin Monika Saggau
anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Bad Segeberg am 5. Januar 2019

Laut dem Glücksatlas 2018 sind die Schleswig-Holsteiner die glücklichsten Bewohner eines Bundeslandes. Und das schon zum sechsten Mal in Folge.
Auch ich fühle mich glücklich, nicht nur in unserem Land zwischen den Meeren, sondern auch in unseren wunderschönen Stadt Bad Segeberg.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Segeberg,
Bürgermeister Dieter Schönfeld und ich, als Ihre Bürgervorsteherin haben zum heutigen Neujahrsempfang eingeladen, um traditionell die Verbundenheit, Gemeinsamkeit und Zusammengehörigkeit in unserer Stadt zu bekunden. Wir freuen uns sehr, und das sage ich ausdrücklich auch im Namen meiner Stellvertreter Wolfgang Tödt und Uwe Rönnfeld, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind!

Gestatten Sie mir vorab, allen Ehrenamtlern, Vereinsvorsitzenden, Vorständen, Trainern und Helfern für ihren Einsatz zum Wohle unserer Gesellschaft zu danken und sie willkommen zu heißen. Da Vereinsarbeit auch ein Stück Lebensqualität für unsere Stadt bedeutet und vielen Kindern und Jugendlichen, sowie unseren Senioren eine sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglicht, kann ich Ihnen versprechen, dass wir Stadtvertreter auch 2019 die Vereinsarbeit nach allen Möglichkeiten unterstützen.

Herzlichen Dank auch für die musikalische Begleitung unseres Neujahrsempfanges durch die Kreismusikschule!

Dass Sie, lieber Gero Storjohann, als Bundestagsabgeordneter, Sie, lieber Ole Plambeck, als Landtagsabgeordneter und Sie, sehr verehrter Jan Peter Schröder, Landrat des Kreises Segeberg sowie unser Kreispräsident, Claus-Peter Dieck, unseren Empfang beehren, freut uns sehr. Ein herzliches Willkommen auch Ihnen!

„RAUCH VERWEHT, EIN WASSER VERRINNT, EINE ZEIT VERGEHT, EINE NEUE BEGINNT.“

Diese Zeilen von Joachim Ringelnatz regen an zu reflektieren, was erlebt, empfunden und geleistet wurde, können helfen, das alte Jahr abzuschließen und sich auf das neue Jahr einzustellen.
Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie das Jahr 2018 vor Ihrem geistigen Auge Revue passieren lassen? Wieder einmal ist ein Jahr „wie im Fluge“ vergangen, ausgefüllt waren die Tage, Wochen und Monate. Schöne Momente, freudige und traurige Anlässe, Überraschendes und verlässlich Wiederkehrendes – all das nahm Zeit in Anspruch und ließ wenig Raum für Langeweile.
Im vergangenen Jahr haben die Kommunalwahlen in Bad Segeberg grundlegende personelle Veränderungen bewirkt.

Stadtvertreterinnen und Stadtvertretern wurden neu in die Stadtvertretung gewählt.
Ich möchte hier noch einmal den ausgeschiedenen Stadtvertretern danken für ihr Engagement und den neuen viel Erfolg und eine glückliche Hand bei all ihren Entscheidungen wünschen.

Im Oktober wurde der neue „Wortort“ an der Oldesloer Straße eingeweiht. Nicht nur Bücherei, Archiv, Touristinfo und Kita finden darin Platz, auch ein Veranstaltungsraum für 80 Personen. Das Gebäude dient als kulturelle Begegnungsstätte, und der neu gestaltete und helle Innenhof, macht das Kulturzentrum für alle offen.

Da ist etwas ganz wunderbares geschaffen worden!
Im November wurde der 7. Seniorenbeirat gewählt mit dem neuen Vorsitzenden Jörn Peter Dau als Nachfolger von Karin am Wege. Mit Udo Nickel haben wir erstmals in Bad Segeberg einen Radfahrbeauftragten, Michael Meier wurde als Kulturbeauftragter bestätigt und auch der Jugendbeirat hat sich neu formiert.

Ebenfalls im November wurde die Segeberger KulturTafel e. V. gegründet. Orientiert am Prinzip der Segeberger Tafel, soll sie Menschen mit geringem Einkommen ermöglichen, an dem reichhaltigen Kulturleben unserer Stadt teilhaben zu können.
Meine Damen und Herren, das oberste politische Organ unserer Stadt ist die gewählte Stadtvertretung. In enger Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister lenkt und gestaltet die kommunale Selbstverwaltung die Geschicke der Stadt Bad Segeberg.

Aufgabe der Stadtvertretung ist es, politische Ziele vorzugeben und im Zusammenspiel mit der Verwaltung zu verwirklichen.

Die politische Debatte und gegensätzliche Positionen und Betrachtungsweisen in einer Sache sind notwendig, um für unsere Gemeinschaft tragfähige Entscheidungen treffen zu können.
So will ich gar nicht verhehlen, dass eine Reihe von Herausforderungen auf uns warten. Denn ungeachtet aller Freude über die Entwicklung der Stadt werden wir in 2019 mit vielen neuen Herausforderungen konfrontiert.

Gleich mehrere Großprojekte fallen einen ins Auge, die angeschoben und auf den Weg gebracht werden müssen:
1. die Renovierung des Hallenbades, wenn wir Glück haben, bekommen wir Fördermittel
2. die Verlegung des Bauhofes
3. die Erweiterung und Anbau des Feuerwehrgebäudes
4. Die Mensa an der Rantzauschule für die Ganztagsbetreuung
5. Die Umgestaltung des Schulhofes an der Burgfeldschule
Diese vielfältigen Aufgaben bedürfen großer finanzieller Anstrengungen, die wir in bewährt guter Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung sicher bewerkstelligen werden. Wir bemühen uns um eine offene, freie und faire Diskussionskultur, um unsere Zusammenarbeit effizienter zu gestalten.

Des Weiteren erlauben Sie mir folgende persönliche Anmerkungen:
Die Radwege in unserer Stadt sind schlicht und einfach derzeit nicht den Namen wert. Ganz zu schweigen von der Fortbewegung Schwerbehinderter in unserer Stadt. Darum muss das Ziel sein ein intaktes Radwegenetz in Bad Segeberg zu schaffen.

Im Zuge der Digitalisierung unseres Landes ist es notwendig auch in Segeberg kostenfreie flächendeckendes WLAN bereit zustellen.

„Digitalisierung ist kein Zukunftsthema, sondern ein Gegenwartsthema.“ Zur schulischen Bildung gehört heute das Lernen mit digitalen Medien. Der Kreis Segeberg strebt ein eigenes Förderprogramm zur Digitalisierung der Schulen im Landkreis an. Hier sehe ich eine enorme Chance und Herausforderungen, für uns alle!

Klar ist: Wir alle haben einen gemeinsamen Auftraggeber und das sind Sie, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Segeberg. Ihre Interessen müssen wir umsetzen.

Wir danken unserem Bürgermeister Dieter Schönfeld und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich so vorbildlich in einer Vielzahl von Ausschüssen einbringen und zum Wohle der Stadt Bad Segeberg tätig sind.

Ich bin sehr glücklich, dass ich diesen Bürgersinn hier in Bad Segeberg erlebe. Denn er trägt entscheidend dazu bei, dass es sich in unserer Stadt gut leben lässt. Offenheit und Toleranz sind die Werte, die unsere Stadt lebens- und liebenswert machen – dafür steht Bad Segeberg. Er stiftet Zusammenhalt und ist damit auch ein Standortvorteil.

Noch wissen wir nicht, was uns das Jahr 2019 bringt, aber in gemeinsamen Anstrengungen und Bemühungen haben wir gute Aussichten, unsere Ziele gemeinsam zu erreichen.
Europa steht vor großen Herausforderungen!

Die Eurozone konnte nur unter größten Anstrengungen vor dem Zerfall bewahrt werden, populistische Parteien gewinnen an Bedeutung und mit Großbritannien hat sich einer der größten Mitgliedsstaaten aus der Europäischen Union verabschiedet. Die über Jahrzehnte vorangetriebene politische Integration wird zum Spielball populistischer Gruppierungen, wenn es nicht gelingt, die Bevölkerung an das europäische Projekt zu binden.

Erlauben Sie mir den Hinweis auf die bevorstehende Europawahl am 26. Mai. Gehen Sie zur Wahl und machen Sie von Ihrem demokratischen Recht zum Wählen Gebrauch.

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass Europa im Alltag der Bürgerinnen und Bürger greifbar ist. Die Menschen müssen erfahren, dass sie Teil einer europäischen Gemeinschaft sind. Dafür sind die Städtepartnerschaften ein zentraler Ansatzpunkt! Sinn und Zweck von Städtepartnerschaften ist das Zusammenfinden von Menschen in Europa.

Unsere Gesellschaft ist auf Menschen angewiesen, die sich für ihr Umfeld verantwortlich fühlen und aktiv werden. Vieles von dem, was zur Lebensqualität in Bad Segeberg gehört, basiert auf den Initiativen und dem Engagement der hier lebenden Menschen. Jedes Gemeinwesen profitiert davon, wenn sich viele beteiligen. Politik und Verwaltung brauchen das Engagement der hier lebenden Bürger und Unternehmen.

Engagement schafft Gemeinschaft – und nur in der Gemeinschaft ist unsere Demokratie stark,
die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu meistern.
Meine Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen, dass sie alle mit Dankbarkeit zurückblicken und optimistisch ins neue Jahr gehen können. Allen, denen es aus verschiedenen Gründen derzeit nicht so gut geht, wünsche ich Trost, Kraft, Zuversicht und gute Besserung.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen sagen, dass ich mich glücklich schätzen kann mein Ehrenamt ausüben zu dürfen, vor allem mit dem Kontakt zu Ihnen, den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt Bad Segeberg.

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